Market-Adviser Kapitalmarktausblick Teil 2 - Ländercheck

 

 
 
 
In Kooperation mit www.börsennews.de
 
Liebe Leser,

heute erhalten Sie den zweiten Teil unseres Kapitalmarktausblicks 2013 mit einen allumfassenden Ländercheck.

Vorab einige Fakten, die für ein tolles Börsenjahr 2013 sprechen:

 -Globales BIP-Wachstum 2013 von 3,3% erwartet
- Zentralbanken halten auch 2013 am expansiven Kurs fest
- Liquidität fließt in alle Asset-Klassen – jedoch sucht sich Kapital immer die höchste Rendite!
- Aktien haben durchschnittlich höhere Dividendenrenditen als Zinsen
- KGVs (Kurs-Gewinn-Verhältnis) deutlich niedriger als beim Rentenmarkt
- KGVs (also Bewertung) im historisch Durchschnitt niedrig           

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und freuen uns von Beginn an auf Ihr Feedback!

Kapitalmarktausblick (Teil 2) Country-check!

Land

BIP

Wachstum (2013)

Staatsverschuldung (total
und prozentual vom BIP):  

Rendite für 
Staats-
anleihen:

Renten-markt KGV:

Arbeitslosen-
quote (in Prozent)

Deutschland 2011:

3.577 Mrd. USD

 

1,2%

2.926 Milliarden USD / 81,8%

1,52

65,62

6%

USA 2011:

15.094 Milliarden USD

 
 

2,0%

15.537 Milliarden USD / 102,9%

1,78

56,03

9,10%

England 2011:

2.418 Milliarden USD

 
 

1,0%

2.087 Milliarden USD / 86,3%

1,67

59,81

8,10%

Spanien 2011:

1.494 Milliarden USD

 
 

-1,0%

1.017 Milliarden USD / 68,1 %

6,2

16,12

21,70%

Italien 2011:

2.199 Milliarden USD

 
 

-0,5%

2.641 Milliarden USD / 120,1 %

5,63

17,77

8,40%

Brasilien 2011:

2.493 Milliarden USD

 
 

3,8%

1.460 Milliarden USD / 54,2%

9,97

10,03

54,20%

China 2011:

7.298 Milliarden USD

 
 

8,4%

3.175 Milliarden USD / 43,5 %

3,35

29,85

6,50%

Russland 2011:

1.850 Milliarden USD

 
 

3,7%

154 Milliarden USD / 8,3%

3,33

30,08

6,60%

Indien 2011:

1.676 Milliarden USD

 
 

6,5%

813 Milliarden USD / 48,5%

8,25

12,13

9,80%

 

 Deutschland, Europas Bollwerk gegen die Krise?

Deutschland ist technologisch und wirtschaftlich in Europa führend und somit auch die Exportgröße schlechthin. Trotz der Europakrise hält sich die deutsche Wirtschaft relativ gesehen stabil und wird 2013 Prognosen zufolge rund 1,2% wachsen. Der Europakurs bringt die Politik in ein Spagat. “Füttert” Deutschland nicht seine EU-Nachbarstaaten können weitere Absatzmärkte für die Wirtschaft abbrechen. Auf der anderen Seite muss die Finanzierung der Nachbarstaaten wieder Kapital einspielen. Positive Impulse sollten Dank der steigenden Investitionen in den Schwellenländer kommen, wovon insbesondere deutsche Exportunternehmen profitieren. Daneben haben die Schwellenländer im internationalen Vergleich immer noch großen Spielraum bei der Zinspolitik (Zinssenkung für Konjunkturprogramme).

Höheres Kurspotenzial deutscher Aktien als BIP-Wachstum

Die Aktienbörse hat bekanntermaßen nicht zwangsläufig etwas mit der Entwicklung der Realwirtschaft zu tun. Denn es geht primär um die vorhandene Liquidität, die ihren Weg nach der besten Rendite sucht. Und die Liquidität sollte auch 2013 durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken hoch bleiben, weil diese nicht um weitere Stimulierungspakete zur Sicherstellung der Europäischen Union umherkommen. Kurz gefaßt: auch 2013 wird der DAX steigende Kurse sehen!

Daneben spielt die Bewertung eine wesentliche Rolle. Mit einem durchschnittlich erwarteten KGV (2012) von rund 10 liegen deutsche DAX-Titel deutlich unter der historischen Bewertung von ca. 15. Es gibt also noch eine Menge Spielraum für steigende Kurse! Auch die Dividendenrendite von DAX-Unternehmen liegen im Top bei knapp 8%.

Chartcheck: 

 

 

 

 

 
 

 
  

Quelle: boersennews.de

 Die Unterstützung beim 100-Tage Durchschnitt hat den DAX zurück in den mittelfristigen Aufwärtstrend gebracht und sogar ein neues Jahreshoch erzeugt, nachdem der letzte Widerstand erfolgreich überwunden wurde. Deshalb ist der Weg frei für weitere Hochs, was auf die Eigendynamik von Hochstände mit sich bringt.

Euroraum: Hin und Her

2012 war zweifelsohne von der Unsicherheit über die Rettung des Euros begleitet. 2013 dürfte diese Unsicherheit zwar weiter bestehen, aber die Gefahren eines raschen “Untergangs” der Eurozone sind aufgrund der Finanzspritzen zunächst behoben. Die Investitionsfreude der Anleger sollte zurück kehren. Also auch hier können wir positiv ins Jahr 2013 blicken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: boersennews.de
 

Beim europäischen Referenzindex Eurostoxx 50 zeichnet sich Optimismus ab. Man bewegt sich auf Jahreshochkurs und könnte aufgrund der oben angesprochenen Rückkehr von Sicherheit im Euroraum und damit einhergehender Investitionsfreude der Anleger zu einem tollen Jahr 2013 führen.

 
USA: moderates Wachstum für 2013

Wie im Falle Europas wird die US-Zentralbank FED auch 2013 die Geldpresse laufen lassen und somit weitere Liquidität zur Verfügung stellen. Das BIP-Wachstum wird in den USA für 2013 auf rund 2% prognostiziert. Motor werden eher die Schwellenländer sein, denn von einer Erholung am Arbeitsmarkt und somit Konsumbereitschaft gehen Volkswirte nicht aus.

Die Bewertung US-amerikanischer Aktien liegen durchschnittlich bereits rund 20% über dem deutschen Durchschnitt.

 

 

 

 

 
 

 

 

Quelle: boersennews.de
 

China, Wachstumsmotor auf bereits hohem Niveau:

China ist mit gigantischen Wachstumsraten der letzten Dekade verwöhnt. 2012 könnte das Wachstum auf unter 8% gesunken sein. 2013 sollten die wachstumsfördernden Maßnahmen wie der gelockerten Fiskalpolitik Früchte tragen und ein die 8%-Wachstumshürde wieder überschritten werden. Wie stark die Reformbereitschaft der neuen Führung unter Xi Jinping bleibt, ist abzuwarten. Ziel ist jedoch den Binnenmarkt weiter anzukurbeln, was auf Konsumebene auch die europäischen Exporteure neue Aufträge bringen soll.

Mit einem durchschnittlichen KGV im Hang Seng China Enterprise Index von unter 9 liegen die chinesischen Aktien im internationalen Vergleich sogar noch attraktiver, als die Aktien historisch betrachtet es momentan ohnehin sind!

 Brasilien vor dem “großen Spiel”

Als Austragungsort der Fussball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 wird Brasilien von riesigen Infrastrukturprojekten begleitet. 66 Milliarden US Dollar hat die brasilianische Regierung für die Infrastrukturprojekte bereitgestellt, die auch am Privatsektor positive Spuren hinterlassen wird. Die Vergangenheit hat die positive Auswirkung auf die Wirtschaft bewiesen. Nach einer Verschnaufpause im BIP-Wachstum 2012 (voraussichtlich 1,2%), sollte 2013 durch die politischen Stimula sowie eine globale Konjunkturerholung Wachstumsraten von rund 4% erreichen.

Brasilien profitiert – wie auch China – von einer relative niedrigen Verschuldungsrate, steuerte jetzt finanzpolitisch gegen einen Abschwung und verfügt dennoch über weitere Optionen die Wirtschaft mit geldpolitischen Aktionen anzuheizen.

Russland im Reformstau, aber billig!

Niedrige Bewertungen haben meist einen Grund. Und in Russland dürfte der Grund bei den politischen Entscheidungen liegen. Reformstau und Zurückhaltung bei ausländischen Investoren sowie teils immer noch marode Staatsunternehmen sind der Grund für ein durchschnittliches KGV von gerade einmal 6,5. Fraglich ist nun welche politische Richtung Putin und seine Regierung einschließt: Verschließt man sich eher – oder arbeitet man im Hinterstübchen doch an weiteren attraktiven und notwendigen Öffnungen?

 
Unsere Favoriten:

Deutsche, chinesische, brasilianische und die Beimischung russischer Aktien erscheinen uns im Ländercheck eine gute Mischung zu bringen. Wir freuen auf ein tolles Börsenjahr 2013.

Lesen Sie auch künftig unsere Einschätzungen mit Tipps und Tricks, um auch künftig am Kapitalmarkt erfolgreich partizipieren zu können!

 

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